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Last Update: 09.11

Das Weltenretter-Syndrom
Ist die Erde ohne uns wirklich verloren?

von Grit Hermann  ☼  Quelle: www.casita-del-sol.de/weltrett.htm

Auszug aus CASITA DEL SOL Sonderheft
 

Mir ist klar, daß ich mit diesem Artikel u.U. einigen Unmut hervorrufen werde, doch ich denke, wer den folgenden Worten erlaubt, tief ins Herz zu fließen, der entdeckt, daß sie keineswegs ohne Liebe für Mutter Erde oder die Schöpfung geschrieben wurden, sondern für alle Beteiligten die Befreiung aus einem großen Zwang bedeuten, den Zwang, stets und ständig alles heilen zu müssen...
 

Ich selbst bin diesem Zwang und Denken viele Jahre lang erlegen und versuche, davon immer mehr Abschied zu nehmen (wobei viele dieser Mechanismen unbewußt ablaufen), da mir vor einiger Zeit Klarheit in diesen Dingen zuteil wurde und ich verstand, was ich all die Jahre wirklich getan hatte: ein zwangerfülltes Tun, geprägt von Schuldgefühlen und Programmierungen, die sich im Laufe des Lebens angehäuft und von vielen Büchern und Lichtarbeiter-Dogmen (immer gut sein, immer "ja" zu allem sagen etc.) noch geschürt wurden... So entstand in Verbindung mit den inneren Welten dieser inspirierte Artikel, zu dem ich euch nun einladen möchte.

Wenn wir glauben, die Welt retten zu müssen und sie ohne unsere Hilfe untergehen würde, was veranlaßt uns wirklich zu diesem Denken?

Halten wir uns für unentbehrlich? Denn unbewußt bringen wir unseren Glauben zum Ausdruck, Mutter Erde sowie die gesamte Schöpfung stände nicht mit der Urquelle selbst in Kontakt (dabei sind sie sich dieser Tatsache wohl sicher sehr viel bewußter als wir es sind) und somit fehlt es uns scheinbar an jeglichem Vertrauen in den Göttlichen Plan.

Aus heutiger Sicht scheint mir die gesamte Schöpfung immer mehr wie ein Spiel gewaltigsten Ausmaßes, zu dem sich alle Beteiligten von Beginn an einverstanden erklärten (gemäß freiem Willen), so auch die Natur. Wir alle wurden aufgeklärt darüber, daß dies nicht immer einfach sein würde (doch gleichsam ist keine Schöpfung anwesend, die nicht überzeugt wäre vom guten Ausgang der Dinge und die sich mit Freude eingebracht hätte), denn es hieß, Trennung zu erfahren (und hierdurch sehr viel Leid), zu vergessen, wer wir wirklich sind und vor allem zu vergessen, daß ALLES in Wahrheit EINS ist.

Somit sind WIR auch die Erde oder wem diese Vorstellung Probleme bereitet, wir sind verbunden mit der Erde als ein Teil von ihr.

Wenn wir nun meinen, die Erde oder gleich die ganze Welt retten zu müssen, so ist das meiner Meinung nach ein Irrglaube und eine Problemverlagerung nach draußen, mit der man nicht wirklich etwas retten könnte. Gewiß, zunächst einmal gibt es uns das Gefühl, etwas Gutes zu tun, selbst gut und vor allem wichtig zu sein (ohne uns ginge es schließlich nicht) und es reinigt uns von Schuldgefühlen in unserem Inneren, weil wir alle irgendwann unsere kleinen oder auch größeren Sünden der Erde gegenüber begangen haben. Und das, denke ich, wissen wir alle nur zu gut, bei allem positiven Umweltbewußtsein, das uns aber seltenst mit in die Wiege gelegt wurde, sondern viel mehr ein Bewußtseinsprozeß ist.

Manche Dinge sind auch selbst in der heutigen technischen Entwicklung so wenig fortgeschritten, daß sie den Aspekt der Umweltfreundlichkeit noch nicht umsetzen (können).

Und wenn wir nicht im Wald im Zelt leben und uns von Beeren ernähren wollen (obwohl es sicherlich auch z.B. in der Steinzeit schon eine gewisse Art von Unrat und Umweltverschmutzung gab), läßt sich manches gar nicht anders regeln, bei aller Liebe und allem Verständnis für die Erde und die Schöpfung.

Doch wie wird die Energie der Dinge wohl sein, die wir aus einem Schuldgefühl, einer Verpflichtung heraus tun? Ich denke, wir können das alle gut nachvollziehen, haben wir doch sicherlich alle erlebt, daß vielleicht jemand anderes etwas für uns aus einem Schuldgefühl heraus getan hat... Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, daß es sich in solchen Fällen besser anfühlen würde, wenn derjenige das Bestimmte am besten gar nicht erst getan hätte... So rechte Freude kommt dabei nicht auf (bekommt man z.B. elektrische Geräte geschenkt, so gehen sie schneller kaputt als sonst), denn die Schuld ist darin verborgen und deutlich spürbar. Wie mag es da wohl der Erde gehen???

Versteht mich bitte richtig. Natürlich haben wir alle der Erde Dinge angetan, die sicher nicht nötig gewesen wären und manche Menschen denken darüber selbst heute noch nicht nach und leben, als ob es irgendwo einen Ersatz für die Erde geben würde - ich will diese Dinge deshalb nicht für gut heißen.

Die Erde ist unsere Heimat - sie gibt sich uns im vollsten Vertrauen hin sowie das gesamt Pflanzen- und Tierreich, die Elementar- und Lichtwelten, alles Sichtbare und Unsichtbare,

damit wir unsere Erfahrungen machen können (wie sie die ihrigen) und natürlich sollten wir sie in all unser Tun mit einbeziehen in Liebe und höchster Achtung für ihr Sein und ihre Gabe an uns. Gleichzeitig machen auch diese Ebenen/Anteile/Schöpfun-gen ihre Erfahrungen und wir dienen uns gegenseitig. Das ist jedoch nicht der Punkt, sondern viel mehr die Absicht hinter unserem Tun.

Ich will versuchen, zu verdeutlichen, was mir am Herzen liegt. Wir kennen alle den wichtigen Ausspruch:

Wer die Welt ändern will, muß bei sich selbst anfangen.

Genau darum geht es mir. Wir lenken immer wieder die Aufmerksamkeit nach außen, schauen, wo es Umweltsünder, Katastrophen, Skandale, Schädliches etc. gibt. Wir glauben tatsächlich:

daß wir damit etwas in der Welt verändern, etwas retten oder wieder gutmachen??? Wie naiv sind wir da wirklich?

Wir sind wieder einmal, ohne es zu bemerken, im Außen gelandet, bei all den anderen, die doch so dringend etwas tun müssen, weil sonst alles beim Alten bleibt.

Sollten wir da bei all dem Eifer den fundamentalen Ausspruch, bei uns selbst anzufangen, etwa völlig vergessen haben?

Doch manche tun diesen Zwang nicht anderen an, dafür vermehrt sich selbst, indem sie am besten alles mitnehmen wollen, was dem Licht evtl. dienen könnte und was ihnen von außen als wichtig vermittelt wird (und ich spreche hier genauso auch für mich selbst).

Ihr Lieben, schaut bitte einmal auf die Absicht, mit der ihr solche Dinge tut: versucht euch jemand oder ein innerer Anteil, etwas einzureden, was ihr solltet oder müßtet, es wäre eure Pflicht als Lichtarbeiter oder ökologisch denkender Mensch...?

Vergeßt es am besten schnell wieder und denkt an das letzte Erlebnis, wo ihr deutlich gespürt habt, daß jemand aus einem Schuldgefühl, aus Pflicht oder Zwang für euch etwas getan hat und realisiert, daß ihr im Begriff seid, diese Energie der Erde mit auf den Weg zu geben, wenn ihr aus den gleichen Beweggründen handelt. Ob das dann wirklich noch so heilsam ist, selbst wenn ihr ja eigentlich Gutes tun wolltet, wage ich zu bezweifeln.

Versteht mich auch bitte hier richtig. Ich will keinem solches Tun vorwerfen - wie könnte ich auch, bin ich doch selbst diesem Denken viele Jahre erlegen, um endlich für mich zu erkennen, daß dies nicht wirklich etwas mit Lichtarbeit zu tun hat. Es sind alte verstaubte Dogmen, die mit Sicherheit nichts mit dem neuen Wassermannzeitalter und seinem Bewußtsein zu tun haben. Und es gibt viele dieser verstaubten Mechanismen, die immer wieder automatisch ablaufen, bis wir uns ihrer bewußt werden, sodaß es ein Weg ist, sich davon immer mehr zu befreien.

Das neue Bewußtsein erfordert meines Erachtens nach ganz anderes, z.B. dieses: noch viel mehr als jemals zuvor seinen Impulsen zu folgen, egal ob nun logisch oder nicht.

Diese Impulse kommen aus eurem Licht. Euer Licht, Höheres Selbst oder Seelenessenz (wie immer ihr es nennen wollt) ist der einzig relevante Wegweiser für Euch. Wenn ihr ihm konsequent und ehrlich mit euch selbst folgt und immer mehr Mut aufbringt, dieses wirklich umzusetzen, dann tut ihr sehr viel mehr Lichtarbeit als mancher andere, der pflichterfüllt dem folgt, was andere ihm als Maß vorgeben.

Denn Lichtarbeit macht sich nicht fest an möglichst vielen und "wichtigen" Terminen, Gruppen und Pflichtübungen - der Alltag ist es, der lichtvoll gelebt werden möchte.

Und darum möchte ich euch von Herzen bitten. Schaut wirklich (das betonen die Lichtwelten immer wieder), wo EURE Freude ist, was IHR gern und mit Lust tun würdet - dort ist EURE ganz spezielle Form der Lichtarbeit. Lichtarbeit muß nicht harte Arbeit sein, Disziplin und Askese, es sei denn, ihr könnt das genießen...

Bleibt wirklich bei euch, wenn ihr die Welt ändern wollt, denn die Welt fängt IN EUCH an, in eurer Innenwelt, in Gedanken, Gefühlen, Worten und Taten.

Und denkt daran: das Außen ist stets nur der Spiegel (wie innen so außen). Es gibt nicht nur Schlechtes auf dieser Welt (umgekehrt auch nicht nur Gutes). Allein bedingt durch die Logik der Polarität MUß es mindestens genauso viel Gutes und Positives geben. Lenkt dorthin eure Aufmerksamkeit.

Das gilt genauso IN euch.

Zieht euch nicht wieder und wieder herunter mit all dem, was ihr noch nicht seid, gern wäret oder noch nicht könnt - vielleicht gehört das ja gar nicht zu eurem Weg.

Habt ihr darüber schon einmal nachgedacht? Versucht zu sehen, was ihr bereits jetzt zurückgelegt und gelernt habt. Nehmt euch vor, was ihr als nächstes gern lernen würdet oder schaut konkret, in welchem Bereich gerade jetzt Probleme zu lösen sind und geht daran, diese Dinge konstruktiv zu lösen. Das ist wahre Lichtarbeit!!!

Und wenn ihr euch dann daran erinnert, daß IHR SELBST die Erde seid (oder mit ihr in Verbindung steht), so dient genau die Lösung eures jetzigen Problems der Erde bei der Heilung.

Ihr Lieben, alles, was eurem Vorankommen dient, alles, was ihr IN EUCH heilt, das tut ihr nicht nur für euch, sondern für alle existenten Energieformen in und um die Erde mit. Wichtig ist nur, nun nicht wieder zu sagen: ich heile die Erde jetzt, sondern einfach zu wissen: was ihr für euch selbst tut, dient IMMER allen (da wir auf der Seelenebene alle miteinander verbunden sind) und zwar in einer Form, die den freien Willen aller Beteiligten absolut respektiert, denn bedenkt, mancher möchte auch (noch) nicht geheilt werden, nicht wahr? Und es ist sein gutes Recht, solange damit zu warten, bis die damit zusammenhängenden Erkenntnisse gekommen sind, um es selbst aufzulösen bzw. loszulassen...

So gesehen MÜßT ihr gar nichts für die Erde tun und die Welt will auch nicht von euch (meist unter Aufbietung eurer letzten Kraft, da solches Engagement aus Verpflichtung oder Glaubensmustern/Dogmen heraus viel mehr Kraft kostet, als wenn es frei aus dem Herzen und der Freude geschieht) gerettet werden - retten und heilen kann und sollte nur jeder sich selbst.

Alles dient uns auf seine Weise und wir können der Schöpfung auf die beste Weise dienen, wenn wir mit allem bei uns bleiben und schauen, was es DORT gerade zu tun gibt.

Und wenn der Impuls sagt: ich möchte die Welt umarmen und die Erde an meiner Freude und Liebe teilhaben lassen, dann tut es, aber bitte nur in Freude und Freiwilligkeit. Das ist eure wahre Verantwortung, diesem Licht zu folgen. Und allein dadurch, daß ihr das tut, werdet ihr ohne Zwang und Absicht andere inspirieren, selbiges zu tun. Bedenkt: ihr erreicht die Menschen niemals durch Maßregeln, Missionieren oder Erziehung in eurem Sinne, ihr erreicht sie jedoch durch absichtsloses Befolgen eurer eigenen inneren Impulse (was natürlich im außen Konsequenzen nach sich zieht wie einen klaren, kraftvollen und strahlenden Weg und vieles mehr - dies alles spricht dann für sich, ohne viele Worte und nur die, die wirklich bereit sind, werden nach dem Wie fragen).

Heilung geschieht stets in Freiheit und Freude, nicht in Zwang, Pflicht und Schuld

und so erlaubt euch, künftig frei dem Weg EURES Herzens und EURES Lichtes zu folgen und somit euer Licht auszubreiten für euch, eure nächsten, die Erde und die gesamte Schöpfung. So sei es und so ist es!

PS: Hinzu kommt die Tatsache, daß wir Menschen die Welt stets nur von unserem kleinen, im Vergleich zum Kosmos völlig begrenzten und durch die eigene Betrachtungsweise zusätzlich eingefärbten Tellerrand betrachten. Mit dem Blick aus dem Kosmos ergeben sich sehr viel größere Zusammenhänge, in denen der Mensch eine sehr viel kleinere und unbedeutendere Rolle einnimmt, denn wir sind keineswegs der Nabel der Welt...

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