von Grit Hermann ☼ Quelle: www.casita-del-sol.de/offbrief.htm
Auszug aus CASITA DEL SOL Sonderheft
Dieser offene Brief beschäftigt sich mit der allgegenwärtigen Negativität, die uns in Form von Opferhaltung, mangelnder Eigenverantwortung uvm. begegnet. Er zeigt auf, was in solchen Momenten auf tieferen Ebenen geschieht und warum wir uns nicht besser fühlen, wenn wir nur das Negative sehen...
Es ist interessant zu beobachten, wie schnell wir alle immer noch bereit sind, in die von der Gesellschaft und den Medien diktierte Opferrolle hineinzuschlüpfen. In dieser Opferrolle sehen wir nur das Beklagenswerte, das offensichtlich Falsche und die Auswirkungen für die Welt.
Was aber machen wir in einem solchen Augenblick wirklich? Spüren wir einen Moment in uns hinein, stellen wir fest, daß wir uns damit selbst die Luft zum Atmen nehmen: der Energiepegel sinkt, denn wir richten die Aufmerksamkeit auf etwas Negatives, etwas, das uns Lebensfreude raubt und stattdessen Gefühle der Ohnmacht erzeugt. Mit dieser Haltung dienen wir aber weder uns noch der Erde, denn durch vermehrte Aufmerksamkeit werden Mißstände mit erneuter Energie versorgt und können sich vergrößern.
Wir sind aber Lichtarbeiter, keine Aktivisten oder Missionare.
Gewiß, auch so kann man etwas erreichen (als Aktivist), doch verglichen mit Lichtarbeit ist der Einsatz groß, die Wirkung meist auf wenige beschränkt. Der Rest bleibt unbeeindruckt. M.E. läßt sich mit vielen Worten oder Gewalt in unserer Zeit nichts Dauerhaftes erreichen.
Wir müssen lernen, die Tatsache zu akzeptieren, daß alles, was in der Welt geschieht, wichtig und vor allem richtig ist, auch, wenn wir das vielleicht anders sehen.
Irgendwo auf der Welt gibt es Menschen, denen genau die jetzigen Ereignisse zu Erkenntnis und Wachstum verhelfen. Ohne Mißstände ist ein Aufwachen oftmals unmöglich! Wieviele Heilpraktiker, Licht- & Energiearbeiter haben ihre Ausbildung nur aus eigener oder familiärer Betroffenheit begonnen! Was hätten sie ohne diese Betroffenheit wohl gelernt oder welchen Weg hätten sie eingeschlagen...?! Wieso sollte man seinen Lebensweg ändern, solange er auch nur halbwegs funktioniert und das eigene Weltbild somit also scheinbar in Ordnung ist...?!
Wir sind meiner Meinung nach auch nicht hier, um wehrlos in einer Opferrolle zu verharren; wir wissen, daß alles eine tiefere Bedeutung hat. Lernen wir doch endlich, dieses Vertrauen auch nach außen zu zeigen! Vertrauen wir, daß die Menschheit erwacht! Jeden Tag geschehen kleine Wunder und unsere Aufgabe ist es, das Augenmerk genau darauf, auf das Positive zu lenken. Dadurch bekommt es vermehrt Energie und kann wachsen. Nur so geht es. Ansonsten würden wir uns nicht von allen anderen unterscheiden, die sich nur beklagen, anstatt selbst die Verantwortung zu übernehmen für ihr Leben und alles, was ihnen begegnet.
Wenn wir die Welt verändern wollen, müssen wir bei uns selbst damit anfangen.
Wenn uns im Außen Krieg und Negativität begegnen, schauen wir doch einmal ganz ehrlich in uns, wo dort Krieg und Negativität herrschen und setzen uns damit auseinander, denn die Umwelt ist nur unser Spiegel. Gefällt uns das Spiegelbild nicht, so ist der Weg nicht, den Spiegel zu putzen oder zuzuhängen, sondern das, was wir dort sehen, zu verändern, bis es uns gefällt. Lichtarbeit in der heutigen Zeit heißt, bedingungslose Liebe zu lernen und zu leben. Wir erreichen nichts mit Abwertung und Verurteilung.
Haben wir doch das Vertrauen, daß jeder Mensch jederzeit sein Bestes gibt!
Wollen wir ihn deswegen verurteilen, weil er nicht soweit ist wie wir? Das Recht haben wir nicht, denn auch wir standen einmal genau an dem gleichen Punkt, und wenn uns damals alle für unser Tun verurteilt hätten, wären wir wohl nicht so schnell erwacht.
Eine Liebe, die sagt: Ich liebe dich nur, wenn du so denkst wie ich, ist nicht bedingungslos und schafft keine Gemeinsamkeit, sondern Trennung.
Was aber ist unser Ziel für diese Welt? Das Paradies auf Erden zu erschaffen, so meine ich. Dazu muß jedoch die Polarität in unseren Köpfen ein Ende finden, denn solange wir alles in "gut" oder "schlecht" aufteilen, schaffen wir Trennung und erneutes Leiden. Alles hat seine Berechtigung und möchte uns dahin führen, die Einheit in allem zu finden.
Welches Vertrauen muß Gott in uns haben, daß er uns all unsere Fehler tun läßt!
Doch er weiß, daß alles wichtig ist für unsere Entwicklung und unseren Aufstieg und mit diesem Vertrauen läßt er uns tun. Er weiß, daß alles gut wird und dadurch sind wir jederzeit frei und doch in seinen liebevollen Händen, die uns halten und führen!
Stellen wir uns vor, Gott wäre wie wir so manches Mal und würde uns ständig unsere Fehler unter die Nase reiben und sich die Haare einzeln ausreißen bei dem, was in der Welt täglich geschieht (und dazu hätte er Grund genug)! Ich schätze, er wäre dem Nervenzusammenbruch nahe und Haare hätte er schon lange nicht mehr! Viele Menschen hätten den Weg zurück zu ihm nicht gefunden, denn er hätte das Vertrauen in die Menschheit schon lange verloren. Wer weiß, wie es dann hier aussehen würde?!
Eifern wir doch in unserem Bemühen Gott nach (wir sind ja ein Teil von ihm), lassen wir anderen die Freiheit, selbst zu entscheiden, was richtig für sie ist und wissen dabei ganz klar, eines Tages wird jeder erwachen, der eine früher, der andere später (der Zeitpunkt ist irrelevant und nicht zu werten, da der Faktor Zeit ohnehin nicht nur in unseren Köpfen existiert) und bis dahin geschieht jedem genau das, was richtig für ihn ist.
Wir kleine Menschlein können ohnehin nicht ermessen, was für den anderen wichtig/richtig ist, denn unsere persönliche Wahrheit ist nur ein kleiner Krümel auf dem riesigen Teller aller kosmischen und göttlicher Wahrheit und wir sollten nie so vermessen sein, unseren banalen (wenn auch für uns wichtigen und richtigen) Krümel als Nabel der Welt zu betrachten!
Mißstände sollen aber keineswegs verschwiegen werden - ein jeder kennt durchaus den Ernst der Lage, werden wir doch täglich damit konfrontiert, doch sollten wir nicht der allgemeinen Angst verfallen, die uns handlungsunfähig macht! Sicher ist es dann und wann nötig, für unsere Rechte und das, was uns am Herzen liegt, zu kämpfen oder die Rechte anderer, doch gibt es eine Zeit, zu kämpfen, sich zu wehren, aufzustehen für das, woran man glaubt und eine Zeit, in der es einfach loszulassen gilt, wo es nichts zu kämpfen (auch wenn wir das versuchen), sondern nur anzunehmen gibt, weil höhere Mächte am Werke sind...
Wir wollen Liebe und Vertrauen entwickeln in alles, was ist und verstärkt die Aufmerksamkeit auf das Positive lenken, egal, wie klein es auch immer sein mag.
Wenn wir die Aufmerksamkeit als Einzelner wie als Gruppe ins globale Lichtgitternetz hineingeben, kann es unaufhörlich wachsen und wiederum neues Positives kreieren. Diese Sicht der Dinge ist vielleicht am Anfang ungewohnt, doch die Positivität & Liebe jedes Einzelnen zu sich und der gesamten restlichen Welt ist es, die andere mitreißen und begeistern wird, auch für sich ein neues Weltbild und Denken zu erschaffen. Nur so hat die Negativität auf dieser Erde keinen Boden mehr, auf dem sie keimen kann und alle Konflikte, Unruhen und Kriege können sich auflösen, denn sie alle hatten dort ihren Ursprung.
Die Bitte der Lichtwelten (dieser Brief wurde von ihnen mit initiiert) an uns ist, daß wir vermehrt versuchen, unser Augenmerk auf das Positive, Liebe- und Lichtvolle auszurichten, auch im Alltag. Lassen wir uns überraschen, wie allein durch unsere Bereitschaft, dieses zu tun, uns im Außen kleinere und auch größere Wunder begegnen...
Laßt uns gemeinsam stark werden
für Licht & Heilung von
Mensch & Erde!
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