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Last Update: 09.11

Was ist Glück...?
Dürfen wir so einfach glücklich sein? Und wenn ja, wie?

von Grit Hermann  ☼  Quelle: www.casita-del-sol.de/glueck.htm

gekürzter Auszug aus CASITA DEL SOL Sonderheft
 

Es gibt im Leben ein paar zentrale Fragen, die wir uns meines Erachtens viel zu selten stellen, obwohl die Antworten durchaus in der Lage wären, unser Leben grundlegend zu ändern... - Dies ist eine davon....
 

Bei einer Fernsehsendung sagte ein Promi, Glück sei für ihn, wenn die ersten Schneeglöckchen durch den Schnee schauen würden... Wie selbstlos und, ja fast niedlich, möchte ich sagen. Ist das denn alles (oder wollte da jemand nur besonders genügsam erscheinen)??? Vielleicht, wenn man schon alles hat: ein volles Bankkonto, viele Aufträge, Gesundheit, ein schönes Haus, eine glückliche Familie, die Welt/Fans, die einem zu Füßen liegen (wenn einem das denn wichtig ist)... Wenn das alles für jemanden sozusagen „normal“ ist: sicher, dann kann ein Schneeglöckchen, das man selbst nicht steuern oder durch seinen Manager, PR etc. lenken kann, wirklich Glück bedeuten, denn es zeigt die Anwesenheit einer höheren Macht und Energie, die es gut mit uns meint, die die Erde und die Jahreszeiten all die Jahrtausende trotz widrigster Umstände und menschlichen Fehlverhaltens wie (Umweltverschmutzung, Pestizide, Abgase etc.) aufrecht erhält.

Was ist aber mit all denen, denen nicht solch ein Reichtum beschert ist,

die sich jeden Monat, manchmal sogar von Tag zu Tag durchschlagen müssen, wie so viele in der Esoterik-Szene und verstärkt, seitdem die Wirtschaft so stagniert und sich sogar stellenweise zurückentwickelt (auch wenn sich jetzt, 2006, die Politiker selbstbeweihräuchernd gegenseitig auf die Schultern klopfen, weil die Wirtschaft gerade mal mickrige 2 % Plus abwirft in Deutschland. Die Frage ist doch viel mehr, WARUM das so ist - denn sicher kurbeln Hamsterkäufe vor der Mehrwert-Steuer-Erhöhung die jetzige Wirtschaft an. Wer kann sich denn die hohen Kosten 2007 noch leisten, zusätzlich zu Strom-, Benzinpreis- und sonstigen Preiserhöhungen? 2007 geht es dann wohl wirtschaftlich komplett den Bach runter, denn ich glaube keineswegs, wie von schlauen Gehirnakrobaten errechnet, daß es ab 2007 monatlich nur EUR 20 für jeden teurer wird. Was ist mit Kleidung, Frisör, Einrichtungsgegenständen, Elektrogeräten, die kaputt gehen oder gar einem Auto, daß schon 2006 im Vergleich zu früheren Jahren unverschämt teuer geworden ist...?). Sicher, der- oder diejenige wird sich auch über das Schneeglöckchen freuen, weil es den nahen Frühling ankündigt und daß die dunkle Jahreszeit bald vorbei ist - man schöpft neue Hoffnung und irgendwie wird es dann schon klappen, aber GLÜCK?

Das wirft uns zurück zur Frage, WAS genau Glück ist. Was bedeutet es für DICH und für MICH? Ich persönlich verstehe Glück nicht als eine kurzwährende Angelegenheit; Glück ist intensiver als alles, was ich kenne. Es geht um soviel Tieferes, das einen alles vergessen läßt, was einem gerade Sorgen bereitet und katapultiert uns in einen hochenergetischen Zustand. Sicher ist Glück für mich auch Freude (z.B. über besagtes Schneeglöckchen als Frühlingsbote), aber es ist meiner Meinung nach sehr viel mehr als das. Es kann zum Beispiel ein schöner Urlaub sein, den man so richtig genießen kann - wobei: was ist, wenn der Urlaub vorbei ist? Es kann ein superbegeistertes Feedback oder neue Kunden, Kontakte oder Aufträge im Beruf sein oder wenn man eine Prüfung oder ein Hindernis endlich hinter sich gebracht hat - aber: was ist, wenn man damit durch ist oder sich unter Umständen sozusagen an den Erfolg „gewöhnt“ hat oder nicht mehr in dem Beruf ist (weil man gewechselt hat oder in Rente gegangen ist)? Ebenso kann ein warmer Geldregen Glück auslösen - doch: was, wenn der Regen aufhört? Ist man in all diesen Fällen folglich zwangsläufig unglücklich oder weniger glücklich?

Ist man etwa undankbar, wenn einem das Schneeglöckchen nicht reicht,

wenn man mehr möchte und deutlich spürt, das da noch MEHR ist...? Sicher, wir können für vieles DANKBAR sein: den Partner, die Familie, die Gesundheit, den Körper, der einem so treu und stark alles ermöglicht, den Job oder die Tatsache, daß es uns überhaupt gibt, daß wir gerade JETZT genau HIER an diesem entscheidenden Punkt der Entwicklung der Erde, der Menschen, aber auch uns selbst stehen, aber ist das GLÜCK?

Die ganze Kindheit lernen wir, bescheiden zu sein (häufig liegt das auch an den Kriegserinnerungen der Eltern oder Großeltern, die am eigenen Leib erfahren haben, ähnlich wie die Opfer des Seebebens Ende 2004 in Asien, wie es ist, wirklich NICHTS mehr zu haben, bis auf die Kleidung am eigenen Leib und/oder plötzlich ganz allein dazustehen), auch, wenn wir älter werden, im Job wie im Alltag. Besonders krass ist es in der Eso-Szene (erfahrungsgemäß: je größer das Helfer-Syndrom desto stärker die Verleugnung des Selbst und der eigenen Bedürfnisse, siehe dazu der Artikel Das Weltenretter-Syndrom), wo noch die alten Dogmen herrschen: Geben ist seliger denn Nehmen.

DÜRFEN wir denn da überhaupt einfach so glücklich sein,

zumal, wenn wir wissen, wieviele Menschen zur gleichen Zeit (mag es nun einem höheren Sinn dienen oder nicht) unglücklich sind...? Wieviel edler ist es doch angesichts all dessen, auf sein Glück zu verzichten und sich (wieder mal, wie schon so viele Leben zuvor und in sovielen anderen Bereichen, wo es um das Annehmen positiver Dinge oder das Annehmen generell geht) hinten anzustellen!

Hieraus entstehen dann irgendwann, im Laufe der Jahrzehnte oft verbitterte Menschen (die sich von der undankbaren Welt, die nicht gerettet werden will, weil auch sie wie jeder das Recht auf freie Wahl hat, einfach nur gänzlich unverstanden fühlt), bei denen unterschwellig der Groll in vieles mit einfließt, was sie tun, weil sie nie gelernt haben, für SICH SELBST die Verantwortung zu übernehmen.

Und zu dieser Verantwortung gehört auch, dafür zu sorgen, daß der eigene Energiepegel immer gefüllt ist,

denn einen leeren Kelch braucht und will vor allem keiner (zumal der Kelch der anderen meist schon leer ist) und die anderen sind nicht Schuld, wenn der eigene Kelch leer ist. Da hilft ein mutiges „Nein“ (wenn man spürt, daß es zuviel wird) beizeiten, für sich selbst zu sorgen und gleichzeitig dem anderen die Chance zu geben, es SELBST zu lösen, was eine wichtige Lektion sein kann!

kompletter Artikel im Casita del Sol Sonderheft

Viel Freude auf Eurem Weg
und von Herzen viel Glück!

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