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Last Update: 09.11

Freiheit - das unbekannte Wesen...
Was bedeutet Freiheit wirklich?

von Grit Hermann  ☼  Quelle: www.casita-del-sol.de/freiheit.htm

gekürzter Auszug aus CASITA DEL SOL Sonderheft
 

Ich habe im Laufe der Jahre immer wieder die Erfahrung gemacht, daß ich besonders bei längeren, bekannten Strecken (1 Stunde) im Auto wie von allein in eine Art meditativen Zustand gerate (...). So entstanden etliche Artikel wie auch dieser...
 

Freiheit - viele reden davon, doch was ist damit wirklich gemeint? Daß man frei zum Beispiel seinen Glauben leben kann (wobei es hier bedingt durch Terrorakte einiger weniger bestimmte Glaubensrichtungen gibt, mit denen man Verfassungsinstanzen bereits ins Auge fällt)? Oder, daß man nach unserem Verständnis in unserem Land frei leben kann? Ist das wirklich so? Und wenn ja, was heißt das im einzelnen?

Jeder kann wohl nachvollziehen, wenn sich ein unter Diktatur oder Unterdrückung lebendes Volk Freiheit wünscht und ich denke, hier wissen wir recht genau, was damit gemeint ist.

Doch was heißt Freiheit in den Industrieländern, in unserem Land, indem uns Freiheit nahezu in jedem Bereich vorgegaukelt wird?!

Kann man wirklich frei sein, wenn man nicht überblicken kann, wer im Hintergrund in Wahrheit die Fäden in der Hand hält und nicht klar ist, was genau gerade gespielt wird? Und: was ist das für eine Freiheit (wenn man denn den Medien glauben mag), die von bestimmten Dienstleistungen oder Produkten abhängt (wie zum Beispiel die Zigarettenwerbung damals im Kino mit dem Cowboy zu Pferd, der im Sonnenuntergang eine Zigarette raucht und so seinen Feierabend genießt und uns ein Gefühl der Freiheit und Weite vermitteln soll)?!

Dann gibt es den freien Willen - für mich einer der wesentlichsten Bestandteile der Freiheit -

gibt er uns doch die Chance, jederzeit neue Entscheidungen zu treffen. Doch nutzen wir diese Tatsache? Freier Wille setzt meines Erachtens voraus, daß man sich zunächst einmal dessen bewußt wird, WAS man will oder eben im besonderen NICHT will. Hat man hier für sich eine klare Antwort gefunden, heißt es, für die bisherige Wahl (sowie letzten Endes alle Wahlen) die volle Verantwortung zu übernehmen, denn was uns bisher geschah, hat uns keiner angedichtet (...), nein, wir SELBST wollten es erfahren.

Oftmals sind uns diese Vorhaben unserer Seele nicht bewußt und doch sind es ganz wichtige Erfahrungen auf dem Weg der Selbstbefreiung und -entfaltung.

Jemand, der beispielsweise wieder und wieder in seinem Leben, ob nun beruflich, privat oder in anderen Bereichen unterdrückt und ausgenutzt wird, hat irgendwann die Nase so voll, daß er entweder aufgibt (was ihn irgendwann zu weiteren anderen Lernprozessen und Erfahrungen bringt) oder, und das kommt sehr viel häufiger vor, er steht auf, macht sich gerade und fängt an, sich durchzusetzen und immer klarere Grenzen zu ziehen - ein Prozeß, der ohne genau diese Vorgeschichte und den Leidensdruck unter Umständen vielleicht nie geschehen wäre...

Und diese Person wird durch dieses Erleben so gestärkt, daß sie keiner so schnell wieder rumkriegt!

Ich spreche da aus eigener Erfahrung, in beruflicher wie privater Hinsicht... Es mag Ausnahmen geben, Ausrutscher, wo man in die alten Muster zurückfällt, weil die Leute in der Regel sehr gut wissen, welche Knöpfe sie bei uns drücken müssen, um das zu bekommen, was SIE wollen. Aber man erkennt es eher und ist künftig in diesen Dingen wachsamer.

Man kann also sagen, daß das konsequente Leben von wirklicher Freiheit das Ende jeglichen Opferbewußtseins bedeutet

- WIR SELBST haben unser Leben in der Hand! Und dies schließt auch die Freiheit ein, ob man seine Vergangenheit als Last oder Erfahrung und Hilfe ansieht, zu dem Punkt zu gelangen, an dem man jetzt steht. Wir können entweder dann genießen, was wir bereits erreicht haben, oder stöhnen über das, was wir alles NICHT haben oder (noch) nicht sind (sowie es gerade in Deutschland tagtäglich bei Millionen von Menschen der Fall ist und alle Umstehenden, die mit in dieses Gespräch verwickelt werden, mit runterzieht).

Man kann aber auch dankbar sein für die eigene Existenz, für all die Unterstützung auf dem Weg und das Göttliche ehren dadurch, daß man sich an seinem Erfolg und dem Erreichten erfreut.

All das ist jedermanns persönliche Freiheit! Ebenso hat man die Freiheit (Gott sei Dank), sich von jammernden Mitmenschen zu distanzieren, weil sie einem die Energie rauben, mit Worten unseren Standpunkt klarzumachen (wenn wir das Gefühl haben, daß es Sinn macht) oder auch mal mitzujammern, aber dem Gespräch dann am Ende vielleicht doch eine positive Wendung zu geben.

Auch habe ich die Freiheit, einen Partner zu suchen, der mich so liebt, wie ich bin (was aber voraussetzt, daß ich mich selbst auch so annehmen kann, wie ich bin - erst dann kann ich diesen Menschen im Außen anziehen)...

kompletter Artikel im Casita del Sol Sonderheft

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